Internationale Open-Access-Woche vom
20. bis 26. Oktober 2014

Von Open Access zu Open Science
Freier Zugang zu wissenschaftlicher Information ist der Kerngedanke von Open Access. Bisher verbindet man mit dem Begriff vor allem den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, den die Universität Würzburg mit der Bereitstellung eines Publikationsfonds, dem Publikationsservice OPUS oder dem neu gegründeten Universitätsverlag unterstützt.

Anlässlich der Internationalen Open-Access-Woche (20.-26. Oktober 2014) informiert Kristina Hanig (Open-Access-Beauftragte der Universität) im  Vortrag „Von Open Access zu Open Science“ grundlegend über das Thema Open Access wie auch über das aktuelle Angebot der Universität für ihre Angehörigen. Anschließend erörtert Dr. Konrad Förstner (Molekulare Infektionsbiologie), wie sich der Open-Access-Gedanke auf den Forschungsprozess auswirken kann. Welche Probleme entstehen durch intransparente Teile des Forschungsprozesses und wie kann dieser geöffnet werden? Welche Vorteile erreicht man durch mehr Transparenz? Neben Open Science greift er auch Begriffe wie Open Data, Open Source und Open Educational Resources auf.

"Freier Zugang zu wissenschaftlicher Information" heißt nicht, dass Informationen grundsätzlich für jede Art der Verwendung frei sind. Christian Schmauch erläutert im Vortrag "Wissenschaftliches Publizieren und Urheberrecht" die rechtlichen Aspekte beim Open-Access-Publizieren und stellt insbesondere die rechtliche Situation des Autors vor.

Termine:

  • Dienstag, 21.10.2014, "Von Open Access zu Open Science",
    Biozentrum, Hörsaal A103, 16.00 Uhr
  • Mittwoch, 22.10.2014, "Wissenschaftliches Publizieren und Urheberrecht",
    Biozentrum, Hörsaal A103, 16.00 Uhr
  • Donnerstag, 23.10.2014, "From Open Access to Open Science",
    Rudolf-Virchow-Zentrum (Hörsaalkubus), D15.01.002-004, 16.00 Uhr (in englischer Sprache)


Weitere Informationen zum Open-Access-Publizieren im Internet http://openaccess.uni-wuerzburg.de oder bei Kristina Hanig, T (0931) 31-85917, kristina.hanig@bibliothek.uni-wuerzburg.de

 

 

Was ist Open Access?

Open Access steht für den freien Zugang zu qualifizierten wissenschaftlichen Publikationen, d. h. die Texte sind kostenfrei und öffent­lich im Internet zugänglich. Sie können gelesen, heruntergeladen, kopiert, ver­teilt und gedruckt werden ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren. Der Autor behält in jedem Fall das Copyright an seinem Beitrag.

 

Weshalb braucht man Open Access?

Die überproportionalen Preissteigerungen bei den Zeitschriften der großen wissenschaftlichen Verlage haben zur sogenannten Zeitschriften- bzw. Bibliothekskrise geführt. Öffentliche Gelder werden sowohl für die Forschung als auch für den Rückkauf der Forschungsergebnisse in Form von Zeitschriften aufgewendet. Mit den wichtigsten unverzichtbaren Zeitschriften steigern manche Verlage ihren Gewinn in gewaltigem Maße, während die Bibliotheken Zeitschriftenabonnements abbestellen müssen. Darunter leidet die Verbreitung wissenschaftlicher Texte.

Inzwischen haben die DFG und andere führende deutsche und internationale Forschungsorganisationen sowie die Universität Würzburg in der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zugesagt, dass sie ihre Forscher und Stipendiaten zukünftig dazu anhalten werden, ihre Arbeiten nach dem "Prinzip des offenen Zugangs" zu veröffentlichen. Außerdem werden die Unterzeichner dafür eintreten, dass Open-Access-Veröffentlichungen bei der Begutachtung von Forschungsleistungen und wissenschaftlicher Karriere anerkannt werden.

Wie kann ich "Open Access" publizieren?

Für das Publizieren nach dem Open-Access-Modell gibt es zwei Möglichkeiten, den "Goldenen Weg" und den "Grünen Weg".

Der "Goldene Weg" ist die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten in Open-Access-Zeitschriften bzw. in Open-Access-Verlagen. Weitere Informationen dazu und wie die Publikationsgebühren finanziert werden können, finden Sie hier.

Als "Grünen Weg" bezeichnet man das parallele Veröffentlichen von geplanten oder bereits publizierten Forschungsbeiträgen auf Dokumentenservern (Repositorien). Die Universitätsbibliothek betreibt den Dokumenten- und Publikationsserver OPUS der Universität Würzburg. Hier können alle Angehörigen der Universität Würzburg ihre Arbeiten einstellen. Damit wird die Sichtbarkeit deutlich erhöht und die Dokumente werden durch Suchmaschinen und Nachweisdienste auffindbar. Weitere Informationen zur Parallelveröffentlichung Ihrer Arbeiten finden Sie hier.

Flyer der Universitätsbibliothek

Nutrition and Medicine (Open-Access-Zeitschrift der Universität Würzburg)

Open Access

OPUS: elektronisches Publizieren in Würzburg

Übernahme von Publikationsgebühren

Weitere Informationen

» Informationsplattform Open Access
Die Informationsplattform open-access.net hat das Ziel, den steigenden Informationsbedarf zum Thema "Open Access" zu decken. Sie bündelt bislang verstreute Informationen und bereitet diese für verschiedene Zielgruppen und Szenarien spezifisch auf.

» SHERPA/RoMEO (deutsch), SHERPA/RoMEO (englisch)
Übersicht über die Regelungen einzelner Verlage zur Parallel-Veröffentlichung von Artikeln auf öffentlich zugänglichen Publikationsservern, privaten oder universitären Homepages etc.

 » Handbuch zu Open Access
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat ein Handbuch zum Thema "Open Access" herausgeben, das über Chancen und Herausforderungen dieses Modells informiert und das Thema aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet. Das Handbuch steht auf der Webseite zum Download zur Verfügung.